Stolpersteinverlegungen im Jahr  2018

Im Jahr 2018 haben wir vor, weitere 63 Stolpersteine zu verlegen.

Am 5. März wird Gunter Demnig nach Kassel kommen und an 9 Stellen die Steine selbst verlegen.

Die restlichen Steine werden danach am 24.Mai und am 25. Juni in Eigenregie verlegt werden.

Ablaufplan für den 5. März

10:00 Uhr 

Mönchebergstraße, Ecke Ysenburgstraße (Bürgipark) früher Mönchebergstr. 26 

Heinrich Treiser – JG 1875 – Flucht 1933 Polen/Palästina 

Klara Treiser – JG 1876 – Flucht 1934 Belgien Palästina 

Sophie Treiser – JG 1903 – Flucht 1934 Palästina  Lilli Treiser – JG 1905 – Flucht 1933 Palästina 

Josef Treiser – JG 1907 – Flucht 1934 – Belgien/Frankreich – in Resistance 

Adolf Treiser – JG 1909 – Verhaftet 1935 – Flucht 1936 Palästina/Südafrika 

Michael Treiser – JG 1911 – Verhaftet 1935 – Flucht 1936 Polen/Palästina 

Ruth Regina Treiser – JG 1916 – Flucht 1936 Palästina 

Blima Treiser – JG 1918 – Flucht 1934 Palästina 

Bernhard Chaim Treiser – JG 1921 – Flucht 1934 Belgien/Palästina
 
10:40 Uhr 

Gartenstraße 22

Bernhard Ehrlich – JG 1923 – Flucht 1933 Frankreich – Internierung – Deportiert 1942 – Ermordet Auschwitz

Nelly Ehrlich – JG 1921 – Flucht 1933 Frankreich – im Untergrund überlebt Leon Leib Ehrlich – JG 1900 – Flucht 1933 Frankreich – im Untergrund überlebt

Sala Ehrlich – JG 1901 – Flucht Frankreich – 1942 Deportiert und ermordet in Auschwitz
 
11:10 Uhr 

Kurt-Wolters-Straße 27  früher Katzensprung 1 

Adolf Elsbach – JG 1860 – Deportiert 1942 Theresienstadt – Ermordet 1943 

Frieda Elsbach – JG 1862 – Deportiert 1942 Theresienstadt – Ermordet 1942 

Else Elsbach – JG 1889 – Deportiert 1942 Theresienstadt – Ermordet 1943
 
11:50 Uhr 

Untere Königsstraße 86  früher 86 ½  

Hale Helga Gipfel  – JG 1936 – Deportiert 1941 Riga – Ermordet in Riga 

Reha Ruth Gipfel – JG 1931 – Deportiert 1941 Riga – Ermordet 1944 in Stutthof 

Rebekka Gipfel – JG 1905 – Deportiert 1941 Riga – Ermordet 1944 in Stutthof 

Moses Gipfel – JG 1899 – Flucht 1939 Holland – Deportiert Auschwitz – 1943 Ermordet 

Kreindl Karoline Berger – JG 1877 – Deportiert 1941 Riga – Ermordet 
 
12:20 Uhr 

Müllergasse 2 + 4  früher Müllergasse 12/16 

Hermann Goldberg – JG 1934 – Deportiert 1941 Riga – Ermordet 

Manfred Goldberg – JG 1930 – Deportiert 1941 Riga – 1945 Befreiung nach Todesmarsch 

Rosa Reizel Goldberg – JG 1904 – Deportiert 1941 Riga – 1945 Befreiung nach Todesmarsch 

Baruch Goldberg – JG 1895 – Flucht 1939 England
 

Pause

 

14:00 Uhr 

Hanseatenweg, Ecke Kastenalsgasse  früher Graben 56

Jakob Rosenberg – JG 1926 – Flucht 1938 Belgien – Internierung – Deportiert 1942 Auschwitz – Ermordet 

Gertrud Rosenberg – JG 1928 – Gerettet Kindertransport 1938 England

Rosa Rajsla Rosenberg – JG 1885 – Deportiert 1941 Riga – Ermordet 

Bernhard Berek Rosenberg – JG 1879 – „Schutzhaft“ 1939 Buchenwald – Ermordet
 
14:30 Uhr 

Artilleriestraße 1

Richard Hauschildt – JG 1876 – im Widerstand SPD – „Schutzhaft“ 1933 Oranienburg – Flucht in den Tod 1934
 
15:00 Uhr  Weserstraße 2  früher Klosterstraße 24

Günter Möllerich – JG 1923 – Deportiert 1942 Theresienstadt – 1944 Auschwitz – 1945 Sachsenhausen – Ermordet Gerda Möllerich – JG 1896  – Deportiert 1942 Theresienstadt – 1944 Auschwitz Ermordet

Max Möllerich – JG 1896 – Deportiert 1942 Theresienstadt – 1944 Auschwitz Ermordet
 
15:40 Uhr 

Leipziger Straße 20, Tankstelle 

Johanna Sommer – JG 1893 – Deportiert 1942 Sobibor – Ermordet 3.6.1942 

Jakob Sommer – JG 1876 – „Schutzhaft“ 1938 Buchenwald – tot 11.9.1939 

Käthi Sommer – JG 1907 – Flucht 1938 USA 

Ludwig Sommer – JG 1914 – Flucht 1939 Rhodesien
 
Im Zusammenhang mit den Stolpersteinen Elsbach gibt der Shalom Chor Berlin ein Benefizkonzert

Sonntag, 4. März 2018, 17 Uhr

in der Synagoge Kassel, Bremer Straße 3

 

weitere Termine: 24.5. und 25.6.

 

 

Rückblicke

 

Jahreshauptversammlung am 29. Juni 2017

Die Jahreshauptversammlung des Vereins Stolpersteine in Kassel e.V. hat am 27. Juni 2017 in den Bürgerräumen Wehlheiden stattgefunden. Tätigkeitsbericht und Kassenbericht wurden vprgetragen und erläutert. Der Vorstand und der Kassierer wurden einstimmig (bei jeweils einer Enthaltung) entlastet.

 

Tätigkeitsbericht und Kassenbericht können durch Anklicken aufgerufen werden.

 

Mahnwache und Stolpersteine gemeinsam geputzt                          zuletzt am 27.1.2017

Hier ein Foto von der Mahnwache im Januar 2015
Hier ein Foto von der Mahnwache im Januar 2015

Wir wollen jeweils am 9. November (Reichspogromnacht) und am 27. Januar gemeinsame Putz- und Gedenk-aktionen an allen in Kassel verlegten Stolpersteinen vornehmen.

Hier der Aufruf an die Mitglieder und Freunde des Stolpersteine-Vereins zum Mitmachen vom November letzten Jahres

Liebe Mitglieder und Freunde von STOLPERSTEINE IN KASSEL,

 

in wenigen Tagen jährt sich zum 78. Mal der Jahrestag der Novemberpogrome des Jahres 1938.

 

Hiermit möchte wir Sie auch in diesem Jahr einladen, sich an der Gedenkaktion „Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen“ zu beteiligen. (Hinweise zum richtigen Putzen hier)

Mit der Aktion kann im Hinblick auf die Flüchtlingsströme ein besonderes Zeichen gesetzt werden, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden. Jede Mahnwache ist auch ein Zeichen von Zivilcourage gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Wünschenswert ist, dass Menschen sich dezentral für je einen Stolpersteinort engagieren. In Kassel liegen an 55 Stellen 120 Steine.

Auf der Menü-Seite oben "STOLPERSTEINE IN KASSEL" können Sie “Ihren” Stein oder Steine auswählen und mir mitteilen (per Mail oder Telefon). Damit kein Stein ohne Wache und ungeputzt bleibt, muss gegebenenfalls etwas koordiniert werden.

 

Die Aktion findet am 9. November zwischen 17 und 18 Uhr in sehr vielen Städten und Gemeinden statt. Die Steine werden noch von einer Kerze mit Windschutz geschmückt. Das hat zuletzt im Januar d.J. beim Gedenktag zur Auschwitz-Befreiung gut geklappt.

 

Jochen Boczkowski

 

Tel.:    0561 61470

Mobil:   0163 2332006

E-Mail:  jobokassel@arcor.de

 

Herzliche Bitte an alle, die im letzten Jahr mitgemacht haben, auch diesmal aktiv zu werden. Mitmachen können aber auch alle anderen.
 
Die Schulen werden es tagsüber erledigen. Alle anderen können es so gestalten, dass spätestens bei Anbruch der Dunkelheit die Aktion abgeschlossen ist. Da die Kerzen bei Wind sehr schnell ausgehen, sind ein paar LED-Lichter angeschafft. Sie können auf Wunsch zur Verfügung gestellt und auch wieder verwendet werden.

Neues Buch zur jüdischen Geschichte Kassels

Zahlreiche Menschen jüdischen Glaubens lebten vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis 1942 in der Kaiserstraße 13, der heutigen Goethestraße 13 in Kassels Stadtteil Vorderer Westen. Darunter waren Menschen, die aus alteingesessenen und mitunter prominenten Kasseler Familien stammten, aber auch solche, die vom Land vertrieben und in das Haus eingewiesen worden waren. Unter den jüdischen  Bewohnern des Hauses 13 gab es 30 Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Juden.

In dem Buch geht es um die Lebens- und Familiengeschichten der jüdischen Hausbewohner. Sie geben einen Einblick in die Vielfalt jüdischen Lebens in Kassel, aber auch der Region, ehe eine Welt der Entrechtung und Verfolgung für alle zur gemeinsamen Herausforderung wurde, auf die sie unterschiedliche Antworten gaben, bevor dem jüdischen Leben gewaltsam ein Ende gesetzt wurde.

Ohne Lebensgeschichten wäre Geschichte nicht verständlich, aber das Verständnis solcher Geschichten erschließt sich nur, wenn die Bedingungen erhellt werden, denen diese Menschen ausgesetzt waren. Das Buch verknüpft die „Geschichte von unten“ mit der von „oben“. Es geht auf die vielfältigen Maßnahmen ein, mit denen Juden im Nationalsozialismus diskriminiert, entrechtet und schließlich in den Tod getrieben wurden. Es ist der Erinnerung an die Verfolgten gewidmet und folgt ihren Spuren auch an die Orte des Völkermords – vor allem nach Riga, Sobibor und Theresienstadt, den Zielen der Deportationen aus Kassel.

 

Wolfgang Matthäus, Kaiserstraße 13. Geschichten vom jüdischen Leben und seiner Zerstörung im Vorderen Westen, in Kassel und der Region, Kassel 2014

ISBN: 978-3-928172-91-2

Verlag Winfried Jenior


JOUR FIXE

Seit Januar 2017 hat es keine Einladungen zu einem JOUR FIXE mehr gegeben.

Auf der Jahreshauptversammlung am 29.Juni ist dies von Vereinsmitgliedern bedauert worden.

Sollen wir wieder zum JOUR FIXE laden?

 

JOUR FIXE 1     27. März.2014

JOUR FIXE 2     5.Juni 2014

JOUR FIXE 3     14.August 2014

JOUR FIXE 4       Dezember 2014

JOUR FIXE 5     23.April 2015

JOUR FIXE 6     20. August 2015

JOUR FIXE 7     5. November 2015

JOUR FIXE 8     4. Februar 2016

JOUR FIXE 9     28. .April 2016

JOUR FIXE 10   22. November 2016

JOUR FIXE 11   24. Januar 2017

 

Alle 2-3  Monate an einem Dienstag oder Donnerstag gibt es dann wieder Gelegenheit für Vereinsmitglieder und Interessierte sich zu einem zwanglosen Meinungsaustausch zu treffen, um zu der individuellen Recherchearbeit eine erweiterte Möglichkeit der Information, Beratung und Kommunikation zu haben.

 

TEILNAHME OFFEN FÜR ALLE INTERESSIERTEN

 

Restaurant Bleibtreu

Tischbeinstr. 123

34121 Kassel - Welheiden

 

Bushaltestelle Kurt-Kersten-Platz  Linie 12

 

 

Die Ziele des Vereins

TERMINE  2018

Mi 25.4.18 | 18.00 Uhr

Museum für Sepulkralkultur

Margot Friedländer
als Zeitzeugin zu Gast
Lesung und Gespräch

Margot Friedländer ist Holocaust-Überlebende und 96 Jahre alt. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden in Auschwitz ermordet. Sie erlebte Verfolgung und Krieg im Berliner Untergrund sowie im KZ Theresienstadt.
Nach diesem Horror emigrierte sie 1946 in die USA. Frau Friedländer lebte in New York, bis sie nach über sechzig Jahre wieder nach Deutschland zurückkehrte.

Verlegung von weiteren Stolpersteinen

24.5.2018

14.6.2018

Spaziergänge auf den Spuren jüdischen Lebens

Zahlreiche jüdische Bürgerinnen und Bürger lebten in Kassel, ehe ein seit 1933 entfesselter Antisemitismus sie zunehmend entrechtete, ihre Heimat zu verlassen zwang, in den Tod trieb und ermordete. Die Spaziergänge mit Wolfgang Matthäus führen zu Orten, die von ihnen geprägt wurden, an sie erinnern oder mit ihrer Verfolgung verbunden sind. Zeitgenössische Fotos ergänzen die Anschauung vor Ort heute.

 

In Kooperation mit den Vereinen Kassel-West und Gegen Vergessen - Für Demokratie

 

 

 

Von der Annastraße zum August-Bebel-Platz

 

5.5.2018 - 15.30 Uhr | Treffpunkt: Tramhaltestelle Annastraße (stadteinwärts) | Ende am August-Bebel-Platz | Dauer ca. 90-120 Min.

 

 

 

Auf den Spuren  des Stadtteilgründers Sigmund Aschrott

 

12.5.2018 - 15.30 Uhr | Treffpunkt Parkstraße Ecke Westendstraße

 

Ende: Aschrottpark | Dauer ca. 90-120 Min.

 

 

 

Von der Annastraße zur Synagoge

 

19.5.2018 -15.30 Uhr | Treffpunkt: Tramhaltestelle Annastraße (stadteinwärts) | Ende in der unteren Königsstraße | Dauer ca. 90-120 Min.

 

 

 

Vom Königstor zum Kulturbahnhof

 

26.5.2018 - 15.30 Uhr | Treffpunkt vor dem ehemaligen Polizeipräsidum im Königstor | Ende im Kulturbahnhof | Dauer ca. 90 Min.

 

 

 

Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

 

Um eine Spende wird gebeten.

 

7.6.2018 19 Uhr

Jahreshauptversammlung