Weitere Stolpersteinverlegungen im September 2017

1. September 2017

   8:50

Goethegymnasium  Ysenburgstraße 41

Dr. Otto Hess 

  Jg. 1882

Als Lehrer Berufsverbot 1935 tot 1937

   9:30

Holländische Str. 46

Michael Schnabrich 

  Jg. 1880

SPD MdR 1933  „Schutzhaft“  1939 Sachsenhausen 1939 ermordet

  10:20

Moritzstraße 13

Benjamin Gewerter

  Jg. 1893 

deportiert 1943 Riga ermordet

 

 

Helene Gewerter

  Jg. 1894

deportiert  1943 Riga ermordet

 

 

Frieda Gewerter 

  Jg. 1930

Deportiert 1943 Riga ermordet

 

 

Julius Gewerter 

  Jg. 1920

ausgewandert 1938 Dänemark

 

 

Fritz Gewerter 

  Jg.1922

ausgewandert 1939 Palästina

  11:10

Schöfferhofstraße 2

Erich Weinert

  Jg. 1906

Widerstand KPD 1935 Zuchthaus Wehl-heiden 1943 Strafbtl 999 tot 1944

 

 

Hildeburg  Weinert   geborene Weiß

  Jg. 1911

Widerstand KPD „Schutzhaft“ 1936 Haft Kassel 1937  überlebt

 

28. September 2017

Moltkestraße 1

Harry Kaufmann  

Jg. 1879 Bleicherode

verfolgt entrechtet

 

Emma Kaufmann, geb. Stein

Jg. 1896 Reichensachsen

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Ilse Betty Kaufmann

Jg. 1929

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Lieselotte  Kaufmann verheiratete Hutzler 

Jg. 1922

Flucht 1938 England

Landaustraße 9

Joseph Blättner 

Jg. 1897

deportiert 1941 Riga  1944 KZ Kaiserwald ermordet

 

Alice Blättner, geb. Heinemann 

Jg.1905

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Joel Dan Blättner  

Jg. 1938

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Klara Clara Blättner

Jg. 1895

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Leo Blättner 

Jg. 1892

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Rosalie Heinemann

Jg. 1874

deportiert 1941 Riga ermordet

Grüner Weg 5

Jakob Stiefel  

Jg. 1893

deportiert 1941 Riga ermordet 1942 Salaspils

 

Amalie Mally Stiefel, geborene Rothschild

Jg. 1901

deportiert 1941 Riga ermordet 1943 Auschwitz

 

Werner Stiefel 

Jg. 1924

Deportiert 1941 Riga  KZ Stutthof befreit 1945 tot 1945 Berlin

 

Eva Stiefel

Jg, 1937

deportiert 1941 Riga ermordet 43 Auschwitz

 

Gerhard Stiefel

Jg. 1938

deportiert 1941 Riga ermordet 43 Auschwitz

Rengershäuser Str. 46

Richard Altschul

Jg. 1873

Deportiert 1943 Auschwitz ermordet

 

 

Die genauen Uhrzeiten stehen noch nicht fest. Bitte demnächst hier oder in der Tagespresse informieren.

Jahreshauptversammlung am 29. Juni 2017

Die Jahreshauptversammlung des Vereins Stolpersteine in Kassel e.V. hat am 27. Juni 2017 in den Bürgerräumen Wehlheiden stattgefunden. Tätigkeitsbericht und Kassenbericht wurden vprgetragen und erläutert. Der Vorstand und der Kassierer wurden einstimmig (bei jeweils einer Enthaltung) entlastet.

 

Tätigkeitsbericht und Kassenbericht können durch Anklicken aufgerufen werden.

 

Mahnwache und Stolpersteine gemeinsam geputzt                          zuletzt am 27.1.2017

Hier ein Foto von der Mahnwache im Januar 2015
Hier ein Foto von der Mahnwache im Januar 2015

Wir wollen jeweils am 9. November (Reichspogromnacht) und am 27. Januar gemeinsame Putz- und Gedenk-aktionen an allen in Kassel verlegten Stolpersteinen vornehmen.

Hier der Aufruf an die Mitglieder und Freunde des Stolpersteine-Vereins zum Mitmachen vom November letzten Jahres

Liebe Mitglieder und Freunde von STOLPERSTEINE IN KASSEL,

 

in wenigen Tagen jährt sich zum 78. Mal der Jahrestag der Novemberpogrome des Jahres 1938.

 

Hiermit möchte wir Sie auch in diesem Jahr einladen, sich an der Gedenkaktion „Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen“ zu beteiligen. (Hinweise zum richtigen Putzen hier)

Mit der Aktion kann im Hinblick auf die Flüchtlingsströme ein besonderes Zeichen gesetzt werden, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden. Jede Mahnwache ist auch ein Zeichen von Zivilcourage gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Wünschenswert ist, dass Menschen sich dezentral für je einen Stolpersteinort engagieren. In Kassel liegen an 55 Stellen 120 Steine.

Auf der Menü-Seite oben "STOLPERSTEINE IN KASSEL" können Sie “Ihren” Stein oder Steine auswählen und mir mitteilen (per Mail oder Telefon). Damit kein Stein ohne Wache und ungeputzt bleibt, muss gegebenenfalls etwas koordiniert werden.

 

Die Aktion findet am 9. November zwischen 17 und 18 Uhr in sehr vielen Städten und Gemeinden statt. Die Steine werden noch von einer Kerze mit Windschutz geschmückt. Das hat zuletzt im Januar d.J. beim Gedenktag zur Auschwitz-Befreiung gut geklappt.

 

Jochen Boczkowski

 

Tel.:    0561 61470

Mobil:   0163 2332006

E-Mail:  jobokassel@arcor.de

 

Herzliche Bitte an alle, die im letzten Jahr mitgemacht haben, auch diesmal aktiv zu werden. Mitmachen können aber auch alle anderen.
 
Die Schulen werden es tagsüber erledigen. Alle anderen können es so gestalten, dass spätestens bei Anbruch der Dunkelheit die Aktion abgeschlossen ist. Da die Kerzen bei Wind sehr schnell ausgehen, sind ein paar LED-Lichter angeschafft. Sie können auf Wunsch zur Verfügung gestellt und auch wieder verwendet werden.

Neues Buch zur jüdischen Geschichte Kassels

Zahlreiche Menschen jüdischen Glaubens lebten vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis 1942 in der Kaiserstraße 13, der heutigen Goethestraße 13 in Kassels Stadtteil Vorderer Westen. Darunter waren Menschen, die aus alteingesessenen und mitunter prominenten Kasseler Familien stammten, aber auch solche, die vom Land vertrieben und in das Haus eingewiesen worden waren. Unter den jüdischen  Bewohnern des Hauses 13 gab es 30 Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Juden.

In dem Buch geht es um die Lebens- und Familiengeschichten der jüdischen Hausbewohner. Sie geben einen Einblick in die Vielfalt jüdischen Lebens in Kassel, aber auch der Region, ehe eine Welt der Entrechtung und Verfolgung für alle zur gemeinsamen Herausforderung wurde, auf die sie unterschiedliche Antworten gaben, bevor dem jüdischen Leben gewaltsam ein Ende gesetzt wurde.

Ohne Lebensgeschichten wäre Geschichte nicht verständlich, aber das Verständnis solcher Geschichten erschließt sich nur, wenn die Bedingungen erhellt werden, denen diese Menschen ausgesetzt waren. Das Buch verknüpft die „Geschichte von unten“ mit der von „oben“. Es geht auf die vielfältigen Maßnahmen ein, mit denen Juden im Nationalsozialismus diskriminiert, entrechtet und schließlich in den Tod getrieben wurden. Es ist der Erinnerung an die Verfolgten gewidmet und folgt ihren Spuren auch an die Orte des Völkermords – vor allem nach Riga, Sobibor und Theresienstadt, den Zielen der Deportationen aus Kassel.

 

Wolfgang Matthäus, Kaiserstraße 13. Geschichten vom jüdischen Leben und seiner Zerstörung im Vorderen Westen, in Kassel und der Region, Kassel 2014

ISBN: 978-3-928172-91-2

Verlag Winfried Jenior


JOUR FIXE

Seit Januar 2017 hat es keine Einladung zu einem JOUR FIXE gegeben. Auf der Jahreshauptversammlung am 29.Juni ist dies von Vereinsmitgliedern bedauert worden. Sollen wir wieder zum JOUR FIXE laden?

 

JOUR FIXE 1     27. März.2014

JOUR FIXE 2     5.Juni 2014

JOUR FIXE 3     14.August 2014

JOUR FIXE 4       Dezember 2014

JOUR FIXE 5     23.April 2015

JOUR FIXE 6     20. August 2015

JOUR FIXE 7     5. November 2015

JOUR FIXE 8     4. Februar 2016

JOUR FIXE 9     28. .April 2016

JOUR FIXE 10   22. November 2016

JOUR FIXE 11   24. Januar 2017

 

Alle 2-3  Monate an einem Dienstag oder Donnerstag gibt es dann wieder Gelegenheit für Vereinsmitglieder und Interessierte sich zu einem zwanglosen Meinungsaustausch zu treffen, um zu der individuellen Recherchearbeit eine erweiterte Möglichkeit der Information, Beratung und Kommunikation zu haben.

 

TEILNAHME OFFEN FÜR ALLE INTERESSIERTEN

 

Restaurant Bleibtreu

Tischbeinstr. 123

34121 Kassel - Welheiden

 

Bushaltestelle Kurt-Kersten-Platz  Linie 12

 

 

Die Ziele des Vereins

TERMINE 2017

1.September 2017

vormittags

Verlegung Teil 2

 

Uhrzeiten und Orte hier

28. September 2017

nachmittags

Verlegung  Teil 3

 

Uhrzeiten und Orte hier