Auch im documenta-Jahr gab es  neue Stolpersteine

Liste mit Ort, Namen und Lebensdaten

 

Am 23. Mai hat Gunter Demnig in Kassel für 36 neue Stolpersteine gesorgt. Die ersten 15 Steine hat er an diesem Tag selbst verlegt. Die restlichen haben wir dann in Eigenregie (am 1. und 28. September) verlegt.

 

Die fett geschriebenen Adressen sind verlinkt mit den Biografien der Menschen, an die dort erinnert wird. Bitte jeweils kurz anklicken.

 

 

Kölnische Straße 2

Hans Oppenheim   Jg. 1898

deportiert 1943 Theresienstadt 

1944 ermordet Auschwitz

Verlegung   23.5. 

Annie Gertrud Oppenheim  Jg. 1902

deportiert 1943 Theresienstadt 

1944 ermordet Auschwitz

 

Dorrith Marianne Oppenheim

verheirate Sim  Jg. 1931

Kindertransport 1939 England  Edinburgh (Schottland)

Kölnische Str. 77

Sally Kaufmann Jg. 1890

 Flucht 1933  Belgien Palästina

Verlegung   23.5.

Helene Kaufmann 

geb. Enoch Jg. 1897

Flucht 1933  Belgien Palästina

 

Martin Kaufmann Jg. 1922

Flucht 1933  Belgien Palästina

 

Benno Kaufmann Jg. 1924

Flucht 1933  Belgien Palästina

 

Michael Kaufmann Jg. 1931

Flucht 1933  Belgien Palästina

Herkulestraße 2

Verlegung 23.5.

Dr. Robert Raphael Geis Jg. 1906

1938 Buchenwald 1939 Flucht Palästina

Malsburgstraße 12

Verlegung   23.5.

Freida Sichel geb. Gotthelft  Jg. 1889

Flucht 1935 Südafrika

 

Karl Hermann Sichel  Jg. 1886

Flucht 1935 Südafrika

 

Anna Sichel verh. Lederman      Jg. 1919

Flucht 1936 Südafrika

 

Gerhard Sichel   Jg. 1923

Flucht 1936 Südafrika

Schmerfeldstraße 6

Verlegung   23.5. 

Ernst Reuse  Jg. 1899

„Wehrkraftzersetzung“ Haft 1944 Kassel Jena

Mergellstraße 41

Verlegung  23.5.

Amalie Hesse geb. Monecke  Jg. 1881

Zeugin Jehova Haft 1937 Kassel tot  1937

Goethegymnasium

Ysenburgstraße 41

Verlegung  1.9.

Dr. Otto Hess  Jg. 1882

Berufsverbot 1935 entlassen  tot 1937

Holländische Str. 46

Verlegung   1.9.

Michael Schnabrich  Jg. 1880

SPD MdR 1933  „Schutzhaft“  1939 Sachsenhausen 1939 ermordet

Rengershäuser Str. 46

Verlegung   28.9.

Richard Altschul  Jg. 1873

Haft 1943 Breitenau deportiert Auschwitz ermordet 1943

Schöfferhofstraße 2

Verlegung  1.9.

Erich Weinert Jg. 1906

Widerstand KPD 1935 Zuchthaus Wehl-heiden 1943 Strafbtl 999 tot 1944

 

Hildeburg Weinert  geb. Weiß Jg. 1911

Widerstand KPD „Schutzhaft“ 1936 Haft Kassel 1937  überlebt

Moritzstraße 13

Verlegung   1.9.

Benjamin Gewerter Jg. 1893 

deportiert 1943 Riga ermordet

 

Helene Gewerter Jg. 1894

deportiert  1943 Riga ermordet

 

Frieda Gewerter  Jg. 1930

Deportiert 1943 Riga ermordet

 

Julius Gewerter  Jg. 1920

ausgewandert 1938 Dänemark

 

Fritz Gewerter  Jg.1922

ausgewandert 1939 Palästina

Moltkestraße 1

(heute: Königstr.81     Am Stern)

Verlegung   28.9.

Harry Kaufmann  Jg. 1879 Bleicherode

verfolgt entrechtet

 

Emma Kaufmann, geb. Stein

Jg. 1896 Reichensachsen

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Ilse Betty Kaufmann

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Lieselotte  Kaufmann verheiratete Hutzler  Jg. 1922

Flucht 1938 England

Landaustraße 9

Verlegung   28.9.

Joseph Blättner  Jg. 1897

deportiert 1941 Riga  1944 KZ Kaiserwald ermordet

 

Alice Blättner, geb. Heinemann  Jg.1905

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Joel Dan Blättner   Jg. 1938

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Klara Clara Blättner Jg. 1895

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Leo Blättner  Jg. 1892

deportiert 1941 Riga ermordet

 

Rosalie Heinemann Jg. 1874

deportiert 1941 Riga ermordet

Grüner Weg 5

 

Jakob Stiefel   Jg. 1893

deportiert 1941 Riga ermordet 1942 Salaspils

Verlegung   28.9.

Amalie Mally Stiefel, geb. Rothschild

Jg. 1901

deportiert 1941 Riga ermordet 1943 Auschwitz

 

Werner Stiefel  Jg. 1924

Deportiert 1941 Riga  KZ Stutthof befreit 1945 tot 1945 Berlin

 

Eva Stiefel Jg, 1937

deportiert 1941 Riga ermordet 43 Auschwitz

 

Gerhard Stiefel Jg. 1938

deportiert 1941 Riga ermordet 43 Auschwitz

 

 

 

Die Ziele des Vereins

TERMINE  2018

Mi 25.4.18 | 18.00 Uhr

Museum für Sepulkralkultur

Margot Friedländer
als Zeitzeugin zu Gast
Lesung und Gespräch

Margot Friedländer ist Holocaust-Überlebende und 96 Jahre alt. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden in Auschwitz ermordet. Sie erlebte Verfolgung und Krieg im Berliner Untergrund sowie im KZ Theresienstadt.
Nach diesem Horror emigrierte sie 1946 in die USA. Frau Friedländer lebte in New York, bis sie nach über sechzig Jahre wieder nach Deutschland zurückkehrte.

Verlegung von weiteren Stolpersteinen

24.5.2018

14.6.2018

Spaziergänge auf den Spuren jüdischen Lebens

Zahlreiche jüdische Bürgerinnen und Bürger lebten in Kassel, ehe ein seit 1933 entfesselter Antisemitismus sie zunehmend entrechtete, ihre Heimat zu verlassen zwang, in den Tod trieb und ermordete. Die Spaziergänge mit Wolfgang Matthäus führen zu Orten, die von ihnen geprägt wurden, an sie erinnern oder mit ihrer Verfolgung verbunden sind. Zeitgenössische Fotos ergänzen die Anschauung vor Ort heute.

 

In Kooperation mit den Vereinen Kassel-West und Gegen Vergessen - Für Demokratie

 

 

 

Von der Annastraße zum August-Bebel-Platz

 

5.5.2018 - 15.30 Uhr | Treffpunkt: Tramhaltestelle Annastraße (stadteinwärts) | Ende am August-Bebel-Platz | Dauer ca. 90-120 Min.

 

 

 

Auf den Spuren  des Stadtteilgründers Sigmund Aschrott

 

12.5.2018 - 15.30 Uhr | Treffpunkt Parkstraße Ecke Westendstraße

 

Ende: Aschrottpark | Dauer ca. 90-120 Min.

 

 

 

Von der Annastraße zur Synagoge

 

19.5.2018 -15.30 Uhr | Treffpunkt: Tramhaltestelle Annastraße (stadteinwärts) | Ende in der unteren Königsstraße | Dauer ca. 90-120 Min.

 

 

 

Vom Königstor zum Kulturbahnhof

 

26.5.2018 - 15.30 Uhr | Treffpunkt vor dem ehemaligen Polizeipräsidum im Königstor | Ende im Kulturbahnhof | Dauer ca. 90 Min.

 

 

 

Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

 

Um eine Spende wird gebeten.

 

7.6.2018 19 Uhr

Jahreshauptversammlung