Verlegung am 14. Oktober 2014

Caroline Weingarten

Karthäuser Straße 5

 

 Caroline Hahn ist am 2. Februar 1861 in Külsheim unweit der Mündung der Tauber in den Main geboren. Ihre Eltern Feist Hahn und Jette Strauss haben in 1849 geheiratet. In der Ehe sind 7 Kinder geboren. Caroline war das Fünfte.

 

Sie war verheiratet mit Louis Weingarten. Die Eheschließung muss etwa um 1890 gewesen sein, denn am 1.7.1892 ist ihr gemeinsamer Einzug in eine Wohnung in der Mauerstraße 14 dokumentiert. Dort ist am 14.11.1893 Tochter Hedwig geboren. Die Familie ist dann mehrfach umgezogen über Mauerstraße 20, Königsstraße 79, Wil-helmshöher Allee 11 bis sie im Jahr 1916 in der Karthäuserstraße 5 ½ gelandet ist. Zwischendurch hat Töchterchen Hedwig in 1912 geheiratet und Kassel verlassen. Sie ist zu ihrem Mann dem Weinhändler Moritz Klugmann nach Kitzingen gezogen, in die Geburtsregion ihrer Mutter.

 

Louis Weingarten, geboren in 1865, stammte aus Felsberg und ist schon als Kind mit 9 Jahren mit seinen Eltern nach Kassel gekommen. Bis zur Heirat mit Caroline hat er bei seinen Eltern gewohnt. Sein Vater wird als Handelsmann Ruben Weingarten in den Meldeakten geführt. Louis Weingarten betrieb in Kassel ein Möbelgeschäft. Kurz nach der Machtübertragung verstarb Louis am 22.7.1933.


Wenige Wochen nach dem Tod ihres Mannes hat sich Caroline bei der Polizei nach Kitzingen abgemeldet, sie war immerhin schon 72 Jahre alt. Die Weiterführung des Geschäfts war unter den ausgrenzenden Bedingungen der Nazidiktatur unmöglich. Die große Wohnung und die Geschäftsräume auch nicht mehr zu finanzieren.

In der Ehe ihrer Tochter Hedwig mit Moritz Klugmann ist 1913 die Tochter Margot geboren. Diese Enkeltochter war gerade 4 Jahre alt als sie ihre Mutter verlor. In 1950 nach der Befreiung schreibt sie.

Deshalb ist es erklärlich, dass sie zu Enkeltochter und Schwiegersohn nach Kitzingen zog. Nach Auskunft des dortigen Stadtarchivs hat sie noch bis 1939 in Kitzingen gewohnt, bevor sie 1939 über Frankfurt/Main nach Frankreich floh. Über nähere Umstände war nichts zu erfahren. Sie wurde mit Transport 45 von Drancy, Camp, Frankreich nach Auschwitz Birkenau, Vernichtungslager, Polen am 11/11/1942 deportiert.

Die Ziele des Vereins

TERMINE  2017

2018

21.1.2018          Filmvorführung

21.1.2018  12 Uhr Bali-Kino

 

WIR SIND JUDEN AUS BRESLAU

Kinodokumentarfilm

Premiere in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper

 

zweite Aufführung 

4.2.2018 12 Uhr  Bali-Kino

 

 

 

27.1.2018

Vor 73 Jahren wurde Auschwitz befreit.

An diesem Tag Putz- und Gedenkenkaktionen an allen Stolpersteinen im Stadtgebiet

 

4.3.2018

17.00 Uhr

Synagoge Bremer Straße

 

Konzert des Shalom Chors Berlin

5.3.2017

Verlegung von Stolpersteinen