Regina Deborah Schiff

Parkstraße 31

Ein Foto aus besseren Zeiten: links Deborah mit der Tageszeitung auf den Knien, daneben ihr Mann Martin, Pfeife rauchend

Regina Deborah Schiff, geb. Japhet, wurde am 17. Januar 1861 in Kassel geboren und vermutlich im November 1943, also im Alter von 82 Jahren, im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.

 

Letzter Wohnort in Kassel war die Parkstraße 31. Hier wohnte sie zusammen mit ihrem Mann im 1. Stock des Hauses. Lt. Adressbuch 1920 war Martin Schiff in der Branche Wachstuche und Gummiwaren tätig. Am 21. Februar 1937 zog sie nach Berlin. Von dort flüchtete sie am 19.08.1939 in die Niederlande und wohnte in der Botticellistraat 12 in Amsterdam, zeitweilig zusammen mit ihrer Tochter Else. Ihre Hoffnung, sich als Jüdin retten zu können, erfüllte sich nicht, denn sie kam am 27.03.1943 ins Internierungslager Westerbork. Acht Monate später am 16.11.1943 wurde sie in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert.

 

Vor dem Haus Parkstraße 31, das den Krieg fast unbeschädigt überstanden hat und das die letzte Kasseler Wohnadresse von Regina Deborah Schiff und das Geburtshaus ihrer drei Kinder war, wird ein „Stolperstein“ verlegt.

 

Regina Deborah Schiff umrahmt von zwei Töchtern und einem Enkelkind (vermutlich)
Regina Deborah Schiff (zweite von rechts) im Herbst 1933

Der Name von Frau Schiff findet sich ebenfalls zur Erinnerung auf dem erhaltenen Grabstein ihres bereits im Jahr 1928 verstorbenen Mannes (Martin Schiff) auf dem jüdischen Friedhof in Kassel-Bettenhausen.

 

Nachfahren von Regina Deborah Schiff leben heute in Israel, den Niederlanden, England, in den USA und in Chile (eine Aufstellung der Nachfahren befindet sich am Ende dieses Textes). Die Enkelin Immanu-El Adiv sah ihre Großmutter letztmalig bei ihrer Ausreise in das damalige Palästina im Alter von 11 Jahren.

 

Lebende Nachfahren nach Regina Deborah und Martin Schiff

(bis zur Urenkelstufe)

 

Nach Tochter Else Schiff-Brandt (1881-1941)

• John Michael Goldman (Sohn von Elses Tochter Bertha Schiff-Goldmann und Bruder von Jackie), Kinder und Enkelkinder (England)

• Jackie Anne Tollit (Tochter von Elses Tochter Bertha Schiff-Goldmann und Schwester von John), Söhne und Enkelkinder (England)

• Claudio Miguel Brandt-Haase (Sohn von Elses Sohn Heinz Ludwig Brandt), (Chile)

 

Grabstein des Ehepaars Schiff schon 1928 verstorbenen Ehemanns in Kassel Bettenhausen
Grabstein von Martin und Regina Schiff auf dem jüdischen Friedhof in Bettenhausen

Nach Sohn Paul Schiff (1886-1981)

• Curt Schiff (Israel):

o Michal Schiff-Shai, Kinder (Israel)

o Naomi Schiff, Kinder (Israel)

• Nach Ellen Schiff-Knighton s. A.:

o Lynda Margaret Hopkins (England)

 

Nach Tochter Resi Schiff-Gumpel (1892-1985)

• Nach Ursula Gumpel s. A.

o Roni Sharon, Kinder und Enkelkinder (Israel)

• Nach Bruno Gumpel s. A.:

o Paul Gumpel (USA)

o Tom Gumpel, Töchter (Israel)

o Susie Baker-Gumpel, Sohn (USA)

• Liselotte Gumpel – heute Immanu-El Adiv (Israel):

o Uriel Adiv, Sohn Assaf (Israel)

o Gabi Adiv (Israel)

o Micky Adiv, Tochter Corry (Israel)

 


Die Ziele des Vereins

TERMINE  2018

Fr 20.4.18 | 18.30 Uhr

Bürgersaal im Rathaus

Mit Musik und Geschichte gegen Vorurteile

Kulturabend der deutschen Sinti und Roma

Zeitzeugenberichte zur Verfolgung im NS, Ausstellung und musikalische Umrahmung

Verlegung von weiteren Stolpersteinen

24.5.2018

14.6.2018

Spaziergänge auf den Spuren jüdischen Lebens

Zahlreiche jüdische Bürgerinnen und Bürger lebten in Kassel, ehe ein seit 1933 entfesselter Antisemitismus sie zunehmend entrechtete, ihre Heimat zu verlassen zwang, in den Tod trieb und ermordete. Die Spaziergänge mit Wolfgang Matthäus führen zu Orten, die von ihnen geprägt wurden, an sie erinnern oder mit ihrer Verfolgung verbunden sind. Zeitgenössische Fotos ergänzen die Anschauung vor Ort heute.

 

In Kooperation mit den Vereinen Kassel-West und Gegen Vergessen - Für Demokratie

 

 

 

Von der Annastraße zum August-Bebel-Platz

 

5.5.2018 - 15.30 Uhr | Treffpunkt: Tramhaltestelle Annastraße (stadteinwärts) | Ende am August-Bebel-Platz | Dauer ca. 90-120 Min.

 

 

 

Auf den Spuren  des Stadtteilgründers Sigmund Aschrott

 

12.5.2018 - 15.30 Uhr | Treffpunkt Parkstraße Ecke Westendstraße

 

Ende: Aschrottpark | Dauer ca. 90-120 Min.

 

 

 

Von der Annastraße zur Synagoge

 

19.5.2018 -15.30 Uhr | Treffpunkt: Tramhaltestelle Annastraße (stadteinwärts) | Ende in der unteren Königsstraße | Dauer ca. 90-120 Min.

 

 

 

Vom Königstor zum Kulturbahnhof

 

26.5.2018 - 15.30 Uhr | Treffpunkt vor dem ehemaligen Polizeipräsidum im Königstor | Ende im Kulturbahnhof | Dauer ca. 90 Min.

 

 

 

Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

 

Um eine Spende wird gebeten.

 

7.6.2018 19 Uhr

Jahreshauptversammlung